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2005/02/22 IT-Sicherheitsbewusstsein noch nicht in die Chefetagen österreichischer Unternehmen vorgedrungen
Capgemini Studie "IT-Trends 2005" erschienen - Sicherheit wird Thema Nr. 1 für Österreichs IT-Verantwortliche - Budgets österreichischer Industrie reichen gerade für Sicherheitskosmetik - Sicherheitsbewusstsein des Managements zu gering

Capgemini Studie "IT-Trends 2005" erschienen

Ein repräsentativer Schnitt österreichischer Unternehmen aller Branchen wurde im Rahmen der neuesten IT-Trends 2005 Studie von Capgemini nach Prioritäten im IT-Bereich befragt. Den IT-Verantwortlichen der Unternehmen wurden acht aktuelle IT-Themen:  Security,  ERP - Toptal Cost of Ownership, IT-Infrastruktur, Enterprise Application Integration (EAI), Portale, Customer Relationship Management (CRM), Mobility Whireless und Business Intelligence zur Bewertung nach Priorität vorgelegt.
Weiters wurden die IT-Verantwortlichen der Unternehmen nach konkreten Strategien  gefragt Ihre Prioritäten umzusetzen.

Die österreichischen Ergebnisse wurden ausgewertet und anschließend den deutschen gegenübergestellt.

Sicherheit wird  Thema Nr. 1 für Österreichs IT-Verantwortliche 

91 Prozent der Befragten setzten IT-Sicherheit auf Platz 1 oder Platz 2 der Priöritätenliste. Damit wird Sicherheit von österreichischen IT-Verantwortlichen höher bewertet als von den deutschen und schweizer Kollegen. Wenn es jedoch dazu kommt das Sicherheitsbewusstsein in effiziente Maßnahmen umzusetzen, fallen die österreichischen Firmen hinter die deutschen und schweizer Mittbewerber zurück.


Budgets österreichischer Industrie reichen gerade für Sicherheitskosmetik

66 Prozent der befragten österreichischen Unternehmen geben an, die Sicherheitsausgaben in den nächsten 5 Jahren zu steigern, und kein einziges möchte die Kosten für IT-Sicherheit in den nächten Jahren senken. Als die Unternehmen jedoch nach den Budgetmitteln in absoluten Zahlen befragt wurden änderte sich das euphorische Bild. 50 Prozent der Befragten hielten ein Investment in Sicherheit von fünf Prozent ihres IT-Budgets und weniger für ausreichend.

Die Höhe der angegebenen absoluten Budgets lassen die Autoren der Studie an der Sinnhaftigkeit der geplanten Investitionen zweifen. Die Budgets würden zwar für technische Einzelösungen ausreichen, nicht jedoch für kompetentes Sicherheitsmanagement oder für eine integrierte Sicherheitsinfrastruktur. Gemessen an internationalen Benchmarks gibt die österreichische Industrie zu wenig für Sicherheit aus.


Sicherheitsbewusstsein des Managements zu gering

Den Hauptgrund für die geringen Investitionen in Sicherheit sehen die Autoren der Studie im geringen Sicherheitsbewusstsein des Managements.

Nur in 30 Prozent der Unternehmen steht Security auf der Agenda des Chief Executive oder Chief Information Officer und der Anteil der Unternehmen, die einen dezidierten Sicherheitsbeauftragten beschäftigen, ist mit 35 Prozent ebenfalls eher gering. Dementsprechend besitzen viele österreichische Unternehmen (38 Prozent) keine eigene zentrale Sicherheitsgruppe. Das spricht dafür, dass die Infrastruktur- und System-Verantwortlichen Sicherheitsaufgaben zusätzlich wahrnehmen und Security nicht die notwendige Priorität bei den ausführenden Stellen besitzt.

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