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2005/02/18 eHealth Projekte die von der EU gefördert oder prämiert wurden
Laufende eHealth Projekte des sechsten Forschungs- und Entwicklungsrahmenprogramms 2002-2006 - Ausblick auf die Anforderungen für das siebente Forschungs- und Entwicklungsrahmenprogramm - ein abgeschlossenes Vorzeige-Projekt des fünften Forschungs- und Entwicklungsrahmenprogramms - eEurope Awards for eHealth

eHealth Projekte des sechsten Forschungs- und Entwicklungsrahmenprogramms 2002-2006

Die ICT for Health Abteilung der Generaldirektion für Information Society leistet ihren Beitrag zur Umsetzung der Lissabon Strategie durch gezielte Unterstützung von Gesundheitsforschungsprojekten EU-weit. Insgesamt beträgt das Budget der in diesem Rahmen geförderten eHealth Projekte EUR 78.885.310.

Die geförderten Projekte sollen zur Entwicklung einer intelligenten Umgebung beitragen, die es den Bürgern ermöglicht ihr Wohlbefinden durch Zugang zu hochwertigen Gesundheitsinformationsquellen selbst zu managen, und sich an der Vorsorge und Krankheitsvorbeugung aktiv zu beteiligen. Durch bessere Information können Patienten in eigener Verantwortung an Pflege und Rehabilitationsprozessen aktiv teilnehmen. Das kann durch intelligente Monitoring-Systeme und durch relevate personalisierte Gesundheitsinformationen erreicht werden. Tools sollen entwickelt und  bereitgestellt werden, die Medizinern und Entscheidungsträgern in medizinischen Bereichen Länder-übergreifend optimales Datenmaterial für kompetente Entscheidungen liefern.

Projekte in den folgenden Kategorien werden derzeit gefördert:
1. persönliche Gesundheitsmanagementsysteme und -dienste auf Basis von Biosensoren
Budget EUR 27.499.999
2. Instrumente für Mediziner
Budget EUR 35.536.101
3. Biomedizinische Informatik
Budget EUR 15.849.210

1. persönliche Gesundheitsmanagementsysteme und -dienste auf Basis von Biosensoren
In dieser Kategorie werden derzeit 4 Projekte gefördert

- AUBADE - entwickelt wird ein tragbares Monitoring-Tool zu Erkennung emotionaler Botschaften von Menschen unter extremem Stress und anderer psychischer Belastung. Signale aus den Gesichtszügen dieser Risikogruppe sollen von diesem Tool laufend aufgenommen und sofort ausgewertet und an die verantwortlichen Pflegepersonen weitergeleitet werden.
das Projekt läuft seit 1.1.2004 Gesamtdauer 24 Monate
Gesamtkosten 3.574.645 EUR davon 2.000.000 von der EU beigesteuert

- CLINICIP - entwickelt wird ein Monitoring-Tool für Diabetiker, das den Blutzuckergehalt mittels Biosensoren misst. Ein Kontrollalogorithmus reagiert auf die Messwerte, verständigt die Patienten und berät sie entsprechned zu handeln.
das Projekt läuft seit 1.1.2004 Gesamtdauer 48 Monate
Gesamtkosten 10.997.223 EUR davon 7.500.000 von der EU beigesteuert

- INTREPID - entwickelt wird ein tragbares, benutzerfreundliches, ergonomisches fühlendes, Kontext erfassendes System zur Behandlung von Phobien in einer virtuellen Umgebung.
das Projekt läuft seit 1.1.2004 Gesamtdauer 24 Monate
Gesamtkosten 3.228.334 EUR davon 2.000.000 von der EU beigesteuert

- MYHEART - entwickelt wird ein Monitoring-Tool für Patienten mit Herzproblemen. Über funktionale Kleidung mit integrierten Textilsensoren werden laufend Informationen über den Zustand der Patienten gesammelt und an authorisierte Mediziner weitergegeben. Das Tool dient zur Erstellung von Diagnosen und zur Prävention von Herzattcken.
das Projekt läuft seit 31.12.2003 Gesamtdauer 45 Monate
Gesamtkosten 34.918.063 EUR davon 16.000.000 von der EU beigesteuert
 
2. Instrumente für Mediziner
In dieser Kategorie werden derzeit 9 Projekte gefördert  (einige sind sehr ähnlich daher werden nicht alle einzeln erwähnt).

- ALLADIN - eine benutzerfreundliche, sprachbasierte Software die Therapeuten bei Entscheidungen in der Neurorehabilitation, insbesonders mit Schlaganfallpatienten, unterstützt. Der Physiotherapeut der Rehabilitation beschreibt den Zustand des Patienten verbal dem Computer, welcher daraufhin automatische Antworten und Ratschläge generiert.
das Projekt läuft seit 01.01.2004 Gesamtdauer 36 Monate
Gesamtkosten 4.030.347 EUR davon 3.300.000 von der EU beigesteuert

- ARTEMIS - eine semantische Web-basierte Infrastruktur für die globale Vernetzung medizinischer Informationssysteme. Die Herausforderung besteht in der Zusammenführung der verschiedenen Gesundheitsinformationsstandards wie HL7, CEN, TC251, ISO TC215, GEHR, der verschiedenen Klassifikationen, Methodologien, Terminologien und des kontrollierten Fach-Vokabulars.
das Projekt läuft seit 01.01.2004 Gesamtdauer 30 Monate
Gesamtkosten 2.957.604 EUR davon 1.989.000 von der EU beigesteuert

- COCOON - ein grenzübergreifendes Informationsnetzwerk für Mediziner - praktische Ärzte und Fachärzte. Damit soll die hohe Fehlerquote bei Diagnose und Behandlung der Patienten gesenkt und das Risiko-Managemet verbessert werden.
das Projekt läuft seit 01.01.2004 Gesamtdauer 48 Monate
Gesamtkosten 11.679.576 EUR davon 6.700.000 von der EU beigesteuert

- PIPS - ein Gesundheitsinformationsportal für europäische Bürger, Mediziner, Gesundheitseinrichtungen und Entscheidungsträger in der Gesundheitspolitik. Jeder Benutzer des Systems soll dabei Informationslieferant und Informationsempfänger sein. Die technischen Herausforderungen liegen in der Personalisierung der Informationen, in den hohen damit verbunden Sicherheitsanforderungen und in einem transparenten globalen Informationsmanagement.
das Projekt läuft seit 01.01.2004 Gesamtdauer 48 Monate
Gesamtkosten 14.330.660 EUR davon 9.847.255 von der EU beigesteuert


3. Biomedizinische Informatik
In dieser Kategorie werden derzeit 3 Projekte gefördert

- BIOPATTERN - ein übergeordnetes Netzwerk, das Forschungsprojekte von 31 europäischen Institutionen integriert. Führende Forscher der intelligenten Biosignalanalyse, medizinischen Informatik, der Bioinformatik, aus der akademischen Forschung, des Gesundheitsfürsorge-Sektors und der Industrie können über diese Plattform Erfahrungen austauschen.
das Projekt läuft seit 01.01.2004 Gesamtdauer 48 Monate
Gesamtkosten 9.989.648 EUR davon 6.400.000 von der EU beigesteuert
 
- INFOBIOMED - ein offenes Forum im Dienste der Entwicklung biomedizinischer Informatik. Die Zahlreichen isolierten Einzelinitiativen in Forschung und Bildung im Bereich Biomedizin sollen über dieses Forum zusammengeführt werden.
das Projekt läuft seit 01.01.2004 Gesamtdauer 36 Monate
Gesamtkosten 4.850.000 EUR davon 4.850.000 von der EU beigesteuert
 
- SEMANTIC-MINING - Ein Netzwerk für semantische Interoperabilität und Datamining in der Biomedizin. Schwerpunkte sind die Entwicklung neuer Methoden der biomedizinischen Datensuche, Datenerfasseung sowie Präsentation, Indexierung und globales zur Verfügung stellen der Informationen.
das Projekt läuft seit 01.01.2004 Gesamtdauer 36 Monate
Gesamtkosten 5.377.000 EUR davon 5.000.000 von der EU beigesteuert

Ausblick auf die Anforderungen für das siebente Forschungs- und Entwicklungsrahmenprogramm

Mitte April 2005 wird die EU-Kommission den Rahmen des siebenten Forschungs- und Entwicklungsrahmenprogramms für eHealth festlegen. Das Budget dazu soll, wie die Kommission bereits im Juni 2004 vorgeschlagen hat, verdoppelt werden. Allerdings betont der Kommissar (in einem Pressegespräch am 21.2.05) wird Forschungförderung alleine nicht genügen. Zusätzlich werden Regelungen und Initiativen auf politischer Ebene  benötigt, die neue Märkte für Technologien eröffnen, sowie Maßnahmen zur Förderung von Innovation und der anschließenden Umsetzung der neuen Technologien. Als Beispiele führt der Kommissar drei Erfolgsprojekte an, eines davon aus dem Bereich eHealth:

- NETC@RDS - ein Projekt das im Rahmen des fünften Forschungs- und Entwicklungsrahmenprogramms von der EU gefördert wurde. Das Netc@rds-Projekt, das mittlerweile abgeschlossen ist, fördert die Länder-übergreifende Vergabe von Berechtigungen zur Gesundheitsfürsorge. Jeder EU-Bürger, der eine Netc@rd besitzt, kann damit in jedem Spital EU-weit behandelt werden. Die Versicherungsdaten könnnen entweder auf der Karte gespeichert sein, oder über einen Secure Server downgeloadet werden.


eEurope Awards for eHealth

Die Verleihung der eEurope Preise im Rahmen der jährlichen Ministerkonferenz zu eHealth ist eine weitere Initiative die aus den Lissabon Strategien des Rats hervorgegangen ist. Innovative Gesundheitsprojekte von  Mitgliedstaaten und nicht Mitgliedstaaten können an dem 'best practice' in eHealth Wettbewerb teilnehmen.

Die eEurope Awards for eHealth 2004 wurden in drei Kategorien vergeben.
eHealth Informationssysteme und -dienste für Bürger - eHealth Verwaltungsysteme and -dienste für Bürger - Heimpflege und Telemedizinsysteme and -dienste für Bürger

Mit dem Preis in der Kategorie eHealth Informationstools und -dienste für Bürger wurde das Schweizer Portal http://www.hon.ch ausgezeichnet

- Die Health On the Net Foundation (HON) führt laufend Qualitätskontrollen von Gesundheitsportalen im Internet nach klar definierten Standards durch. HON hat Dienste zum Schutz der Bürger vor falschen oder irreführenden Gesundheits-Informationen entwickelt. Der HON-Verhaltenskodex verlangt, einen ethischen Mindeststandard in der Präsentation der Information. Dazu gehört auch Transparenz bezüglich der Quelle und des Zwecks der Veröffentlichung der Informationen (sie dürfen keinen kommerziellen Zwecken dienen). Der von HON definierte ethische Verhaltenskodex (HONcode) wurde von 3,600 Web-Sites übernommen. Die Dienste für die Bürger beinhalten ein Akkreditierungssystem für Webseiten und eine Suchmaschine / ein Verzeichnis von vertrauenswürdigen Informationsquellen.
HON arbeitet nicht gewinnorientiert. Das Projekt wird laufend vom Bundesstaat Genf insbesonders dem Gesundheitsministerium und der Universitätsklinik sowie dem Schweizer Institut für Bioinformatik finanziert.

Der Preis in der Kategorie eHealth Verwaltungstools and -dienste für Bürger wurde www.sundhed.dk verliehen.
- ein dänisches Gesundheitsdatennetzwerk, das die dänischen Gesundheitsbehörden dem Bürger als erste Anlaufstelle zur Verfügung stellen. Es soll die Kommunikation  zwischen Bürgern, Angehörigen medizinischer Berufe und Servicestellen verbessern. Über dieses Portal kann man Termine mit Ärzten vereinbaren, eMail Konsultationen in Anspruch nehmen und sich Rezepte neu ausstellen lassen.

Den Preis eHealth Heimpflege und and Telemedizintools and -dienste für Bürger erhielt
http://www.diabcarnet.com
- Diabcarnet stellt ein digitales Logbuch zur Begleitung von Diabetikern zur Verfügung. Die Patineten lernen über dieses Portal in Begleitung eines Arztes besser mit ihrer Krankheit zurechtzukommen.




andere --> http://www.e-europeawards.org/

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