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2005/05/30 EU-Initiativen zu eHealth
eEurope Action Plans - die eTEN Initiative - eEurope Awards 'best practices' im eHealth - European research activities - Safer Internet Action Plan - Einberufung von Arbeitsgruppen -

eEurope Action Plans
Die eHealth Kapitel der eEurope Aktions Plans bilden einen wesentlichen Teil der generellen Bestrebungen der Europäischen Union "innovative, transeuropäische elektronische Dienste bereitzustellen, die im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interesse liegen. Sie sollen zum wirtschaftlichen Wachstum in der Europäischen Union beitragen, sowie Beschäftigung, sozialen Zusammenhalt und die Beteiligung aller an einer wissensgestützten Wirtschaft voran bringen". So hat es der Europäische Rat im März 2000 in Lissabon beschlossen. Dazu sind nach Ansicht des Rats koordinierte Staaten- und Bereichsübergreifende Aktionen, wie die Verbesserung der Gesundheit und die Vorbeugung vor Krankheiten durch verbesserten Zugang zur Gesundheitsfürsorge auf europaweiter Ebene, durch verbesserte Qualität und Kosteneffizienz der medizinischen Versorgung und durch schnelle Anpassung an medizinische Fortschritte notwendig.

Der aktuelle eEurope 2005 Aktionsplan zu eHealth ruft die Mitgliedstaaaten auf, bis Ende 2005 folgende Initiativen zu setzen:

- online Gesundheitsdienste (wie Information über gesundes Leben und Krankheitsprävention, elektronische Gesundheitsdaten-Erfassung, Telekonsultationen, und elektronische Beantragung von Kostenersätzen) aufzubauen bzw zu verbessern.
- die Entwicklung von Gütesiegeln für Gesundheitsbezogene Websites zu unterstützen (Qualitätskriterien für Websites zum Gesundheitswesen wie Transparenz, Ehrlichkeit, Vertraulichkeit, Wahrung des Datenschutzes,  die kontinuierliche Aktualisierung von Informationen, Verantwortlichkeit der Betreiber und Verfügbarkeit wurden bereits im eEurope2002 Aktions Plan detailliert beschrieben).
- Gesundheitskarten - geplant sind Gesundheitsversicherungskarten mit elektronischen Gesundheitsaufzeichnungen mit Personenkennung und sicherem Zugang zu persönlichen Gesundheitsinformationen - einzuführen. Diese sollen Regionen-übergreifend verwendbar sein.
- ein Gesundheitsinformationsnetzwerk zwischen Pflegeeinheiten, möglichst mit Breitbandverbindung zu entwickeln. Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert nationale und regionale Netzwerke aufzubauen und Spitäler mit Labors und anderen Anlaufstellen zu vernetzen. Längerfristig sollen europaweite Datennetzwerke schnelle Reaktionen auf Gesundheitsbedrohungen ermöglichen.

Mit diesen Initiativen möchte der Rat der Europäischen Union erreichen, dass den europäischen Bürgern ausreichende Mittel der Informationsgesellschaft zur Verfügung stehen um notwendige Gesundheitsinformationen zu erlangen. Über eine verbesserte eHealth Infrastruktur soll der staatenübergreifede Datenaustauch von Gesundheitsdaten ermöglicht werden. Auf Gesundheitsbedrohungen könnten die Staaten somit schnell und koordiniert reagieren.


Die eTEN Initiative
eTEN ist ein wichtiges Instrument des Aktionsplans eEurope 2005. Das Programm eTEN der Europäischen Gemeinschaft finanziert Maßnahmen, die helfen sollen, elektronische Dienste in der ganzen Europäischen Union verfügbar zu machen. Projektvorschläge zu eTEN sollten sich nahtlos in den Aufbau von Diensten einfügen und wesentlicher Bestandteil der Tätigkeiten der Antragsteller sein. Sie müssen sich auf die Erfüllung eines bekannten oder neu entdeckten Nutzerbedarfs konzentrieren.


eEurope Awards für 'best practices' im eHealth
Die Verleihung der eEurope Preise im Rahmen der jährlichen Ministerkonferenz ist eine weitere Initiative die aus den Lissabon Strategien des Rats hervorgegangen ist. Alle Mitgliestaaten werden aufgerufen Projekte für 'best practices' im eHealth einzureichen. Die interessantesten Einreichungen werden vorab ausgewählt und in einer Ausstellung im Rahmen der Konferenz präsentiert. Aus den Exponaten der Ausstellung werden dann die besten prämiert. Das eEurope Awards for eHealth Programm wird von EIPA The European Institute of Public Administration gemanaged.

Die erste Ministerkonfernez zu eHealth fand 2003 in Brüssel zum Thema "Der Beitrag von (ICT) Informatin Communication Technologies zur Gesundheit" statt, die zweite im May 2004 in Cork Irland zum Thema "europäische Bürger durch eHealth unterstützen".
Im May 2005 fand die dritte Ministerkonferenz zu eHealth in Tromso Norwegen statt.  Mit der Organisation dieser Konferenz außerhalb der EU setzen die Organisatoren ein Zeichen, dass die Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich nicht an den Grenzen der Europäischen Union Halt machen darf.


European Research Activities
Europäische Forschungsaktivitäten sind über Rahmenprogramme strukturiert, die jeweils für einen Zeitraum von vier Jahren Prioritäten setzen. Eines der Themen für das sechste Rahmenprogramm (FP6) für die Periode 2002 -2006 heißt IST(Information Society Technology)-priority.
Die Forschungsprojekte für das 2005-2006 Workprogramm müssen die folgenden Kriterien erfüllen:  Erforschung und Entwicklung von innovativen ICT Systemen und Diensten, die biomedizinische Informationen verarbeiten und integrieren, und dadurch medizinisches Fachwissen, Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten verbessern und Gesundheitsfürsorge persönlich gestalten.

Safer Internet Action Plan
Der Safer Internet Action Plan ist eine EU-Initiative zur Verbesserung der Sicherheit im Internet, die weit über die Grenzen Europas hinausgeht. Safer Internet hat sich  zu einer globalen Initiative aller beiteiligten Länder, das Internet für alle Nutzer und insbesonders Kinder sicherer zu gestalten, ausgeweitet. Im Rahmen des Safer Internet Action Plans finden zahlreiche Veranstaltungen in 65 Ländern statt. Die Veranstaltungen werden von Insafe, einem europäischen Netzwerk nationaler Internet-Sicherheits-Initiativen organisiert, vom europäischen Schulnetz koordiniert und vom Safer Internet Programm der Europäischen Kommission mitfinanziert. Die Schirmherrschaft der Veranstaltungen zum Safer Internet Tag in ganz Europa trägt Viviane Reding, verantwortliche der Kommission für Infomation Society.
Verbesserte Sicherheit im Internet ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für eHealth.


Einberufung von Arbeitsgruppen
Die Madelin-Gruppe - eine hochrangige Arbeitsgruppe für Gesundheitsdienste und medizinische Versorgung hat im Auftrag der Kommission Empfehlungen für Vorgangsweisen zu wichtigen Themenbereichen der Gesundheitsversorgung für 2005 erarbeitet.
- grenzüberschreitende Nutzung und Bereitstellung von Gesundheitsdiensten soll ab 2005 durch Schaffung eines Rahmenwerks für den Einkauf von Gesundheitsdiensten erreicht werden. Qualität, Sicherheit, Umfang und Preis von Gesundheitsdienstleistungen sollen einander gegenübergestellt werden, wodurch Regierungen und Krankenhäusern die grenzüberschreitende Nutzung von Kapazitäten ermöglicht werden soll.
- Plattformen für lebenslanges Lernen für alle Angehörigen der medizinischen Berufe sollen entwickelt werden.
- Referenzzentren nach genau festgelegten Kriterien sollen aufgebaut werden. Dazu gehört ein Mindestumfang an relevanten Aktivitäten sowie Kapazitäten für Behandlung von Patienten aus anderen Mitgliedstaaten. Weiters muss Ergebnis und Qualität der angebotenen Behandlungen nachweisbar sein.
- ein Europäisches Netzwerks zu Patientensicherheit soll aufgebaut werden.

Die CEN's(European Standards Organisation) eHealth focus group betreibt ein Forum um die zuküftigen Erfordernisse für Standardisierung und Interoperabilität für eHealth herauszuarbeiten




andere --> http://europa.eu.int/information_society/activities/eten/library/about/brochure/...
andere --> http://www.cordis.lu/ist/
andere --> http://www.e-europeawards.org
andere --> http://www.ehealth2005.no

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