rating service  security service privacy service
Umsonst gibt's nix! Wichtige Tipps zu Kundenkarten
Kundenkarten dienen der Kundenbindung - sie optimieren die Verkaufsstrategien der Unternehmen, nicht die Einkaufsmöglichkeiten der Konsumenten - seriöse und unseriöse Kundenkarten sind leicht zu erkennen - Pseudonym kann vor Datenmissbrauch schützen

Was sind Kundenkarten?

Kundenkarten sind in Österreich beliebt. Kundenkarten werden von Unternehmen zur Kundenbindung eingesetzt. Aus einem grundsätzlich anonymen Konsumenten wird ein personalisierter Kunde. Die Personalisierung wird zur zielgerichteten Werbung verwendet, aber auch um Angebote und Konditionen im Interesse des Unternehmens zu optimieren. Dies kann mittelfristig zu einer Verteuerung des Gesamtangebots eines Unternehmens führen. Auch muss der Kundenkartenbesitzer mit mehr Werbung rechnen, nicht nur postalischer Natur, sondern auch per eMail oder Telefon.

Man sollte daher nur dort seine Identität offen legen, wo man bei früheren Einkäufen gute Erfahrungen gemacht hat, von Qualität und Preis überzeugt ist und auch in Zukunft öfter Einkaufen möchte. Die vielfach geringfügigen Preisnachlässe und Sonderaktionen allein rechtfertigen meist keine Kundenkarte.


Woran erkennt man seriöse Kundenkarten?

- Seriöse Kundenbindungsprogramme kommen mit einem Minimum an Daten aus (im Idealfall nur Name und Adresse), sie verlangen keine Angaben über Einkommen, Familienstand, Hobbys usw.
- Der Konsument wird klar und unmissverständlich informiert, dass die Daten nur intern verwendet werden und nicht weitergegeben werden, auch nicht an Konzernunternehmen.
- Mit der Kundenkarte habe ich Anspruch auf ganz konkrete Leistungen, die auch tatsächliche Vorteile bringen, etwa ein bestimmter Rabatt, und nicht bloß allgemeine Versprechen mit Gewinnspielcharakter, wie "die Chance auf einen Gratis-Einkauf bei einem Umsatz von mehr als 10.000 Euro jährlich".
- Die Kundenkarte hat keine Bindungsverpflichtungen und man kann Werbung (in welcher Form auch immer) leicht abbestellen.


Wann sollte man jedenfalls die Finger von einer Kundenkarte lassen?

- Wenn übertriebene Rabatte gewährt werden (etwa "alles um 50% billiger"). Ein Rabatt muss erst durch einen Preisaufschlag verdient werden. Sehr hohe Rabatte sind ein Hinweis auf überteuerte Waren oder Ladenhüter.
- Wenn aus den Geschäftsbedingungen nicht erkennbar ist, an wen Daten weitergegeben werden. Dies könnte zu unangenehmen Nebeneffekten führen, etwa dass Versicherungsunternehmen Einblick in die Freizeitaktivitäten erhalten und bei bestimmten Sportarten ein höheres Versicherungsrisiko ableiten.
- Es werden Daten verlangt, die leicht missbraucht werden können, etwa Kontonummer, Sozialversicherungsnummer, Daten über den Arbeitgeber oder von Familienangehörigen
- Es ist nicht klar erkennbar mit wem eine Kundenkartenvereinbarung abgeschlossen wurde und wo die Kundenkarte gilt (dies kann bei Franchiseketten der Fall sein, die zwar unter einer gemeinsamen Marke agieren, aber rechtlich gesehen selbständig sind).
- Es werden vorwiegend Vergünstigungen versprochen, die Gewinnspielcharakter haben oder realistischerweise nicht erreicht oder benötigt werden.
- Wenn die Kundenkarte mehr kostet als man sich durch mehrere durchschnittliche Einkäufe bei dem Unternehmen ersparen kann. Auch die Verwendung von Mehrwertnummern als Servicekontakt kann zu unerwünschten Zusatzkosten führen.


Auf das Ablaufdatum achten!

Ein Sonderkapitel stellen Kundenkarten mit Guthaben (Wertkarten) oder kostenpflichtige Kundenkarten dar. Hier muss man genau darauf achten, dass nicht durch eine zu kurze Gültigkeit oder Laufzeit Guthaben, Prämien oder Gutschriften verfallen. Seriös sind Kundenkarten, die kein Ablaufdatum für Guthaben vorsehen.

Pseudonyme verwenden

Die ideale Kundenkarte wird sowieso anonym ausgestellt. Mit Vorlage der Karte wird dann die vereinbarte Leistung gewährt. Eine wirksame Maßnahme sich vor unerwünschter Datenweitergabe zu schützen kann auch die Verwendung eines Pseudonyms sein. Für die Nutzung der Kundenkarte sind Name oder auch das genaue Geburtsdatum unerheblich, werden die Daten jedoch an Dritte weitergegeben, kann dies leicht erkannt werden.

mehr --> Folder des BMSK zu Kundenkarten

- Telekommunikation - Personendaten - Auftraggeber - Datenschutzrat - DSR - datenschutz-seminar.at - privacyday.at - Vorratsdatenspeicherung - hacking - Whistleblowing - Web 2.0 - datenschutz tagung - Österreichisches Datenschutzgesetz - DSG 2000 - e-government - phishing - data security - data protection law - Austria - internet

Die angezeigten Informationen und Artikel werden im Rahmen des ARGE DATEN Informationsdienstes kostenlos zur Verfügung gestellt. Alle Angaben sind sorgfältig recherchiert, es wird jedoch für die Richtigkeit keine Gewähr übernommen. Alle Angaben, Aussagen und Daten beziehen sich auf das Datum der Veröffentlichung des Artikels. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass insbesondere Links, auf Websites gemachte Beobachtungen und zu einem Sachverhalt gemachte Aussagen zum Zeitpunkt der Anzeige eines Artikels nicht mehr stimmen müssen. Der Artikel wird ausschließlich aus historischem und/oder archivarischen Interesse angezeigt. Die Nutzung der Informationen ist nur zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Dieser Informationsdienst kann professionelle fachliche Beratung nicht ersetzen. Diese wird von der ARGE DATEN im Rahmen ihres Beratungs- und Seminarservice angeboten und vermittelt. Verwendete Logos dienen ausschließlich zur Kennzeichnung der entsprechenden Einrichtung. Die verwendeten Bilder der Website stammen, soweit nicht anders vermerkt von der ARGE DATEN selbst, den in den Artikeln erwähnten Unternehmen, Pixelio, Aboutpixel oder Flickr.

Bei Nutzungsproblemen wenden Sie sich bitte an unseren Support! per fax +43(0)1/53 20 974 oder per e-mail Online Hilfe
Copyright für den Inhalt: ARGE DATEN - Österreichische Gesellschaft für Datenschutz 2000-2019

© ARGE DATEN 2000-2019 Information gemäß DSGVOwebmaster